Ratgeber · KI-Kosten

Was kostet eine Aufgabe, wenn ein KI-Agent sie erledigt?

Anthropic und OpenAI rechnen nach Tokens ab, je Konto und je Monat. Welche Aufgabe, welches Projekt und welches Modell das Geld gekostet hat, steht auf keiner Rechnung. Diese Anleitung zeigt, woher die Zahlen kommen und wie du sie je Aufgabe misst, ohne Schätzung von Hand.

  • Claude Code und Codex
  • Gemessen, nicht geschätzt
  • Je Aufgabe und Projekt
  • Stand 30. Oktober 2026

Ausgangslage

Die Rechnung kennt kein Projekt.

Ein KI-Agent wie Claude Code oder Codex liest und schreibt in jeder Runde Tausende Tokens, kleine Textstücke, nach denen der Anbieter abrechnet. Die Rechnung kommt je Konto oder API-Schlüssel. Ob der Betrag in ein neues Feature, einen Bugfix oder einen Versuch ging, den niemand mehr braucht, steht nicht darauf.

Mit einem Abo verschwindet die Zahl ganz aus dem Blick. Für die Teamleitung bleibt die Frage trotzdem: Was kostet uns die Arbeit mit Agenten, je Aufgabe, je Projekt, je Woche? Die Antwort steckt in den Protokollen, die die Agenten auf dem Rechner ohnehin schreiben.

Tokens

Woraus sich die Kosten zusammensetzen.

Jedes Modell hat eigene Preise, und nicht jedes Token kostet gleich viel.

Eingabe
Was der Agent dem Modell schickt: deine Anweisung, Dateien, Ausgaben von Befehlen, den bisherigen Verlauf.
Ausgabe
Was das Modell schreibt, Code wie Erklärungen. Pro Token meist um ein Mehrfaches teurer als die Eingabe.
Cache
Wiederholte Eingabe, etwa der Verlauf, kann aus dem Cache kommen und kostet dann deutlich weniger. Bei Anthropic kostet das Schreiben in den Cache dafür mehr als normale Eingabe.
Modell
Größere Modelle kosten mehr je Token. Wer zwischen Modellen wechselt, braucht die Zahlen getrennt nach Modell.

Protokolle

Wo die Zahlen stehen.

Beide Agenten schreiben jede Sitzung als Datei auf deinen Rechner, mit dem Verbrauch jeder Antwort.

Claude Code
~/.claude/projects/<ordner>/<sitzung>.jsonl, eine Zeile je Nachricht, mit Eingabe, Ausgabe und Cache je Modell. Subagenten schreiben daneben. Eine Antwort kann auf mehreren Zeilen stehen und darf nur einmal zählen.
Codex
~/.codex/sessions/<jahr>/<monat>/<tag>/rollout-….jsonl, mit laufenden Zählerständen. Der Verbrauch einer Spanne ist die Differenz zweier Stände.

Messen

So bucht Workban den Verbrauch auf die Aufgabe.

Das übernimmt die Workban-CLI über die Hooks des Agenten. Du trägst nichts ein.

  1. 01

    Nach jeder Runde lesen

    Ist Claude oder Codex mit einer Antwort fertig, liest die CLI die neuen Einträge aus dem Protokoll der Sitzung.

  2. 02

    Nur, solange die Aufgabe läuft

    Gezählt wird, was anfiel, während die Aufgabe In Arbeit stand. Steht sie auf Wartet oder Erledigt, zählt nichts mehr dazu.

  3. 03

    Getrennt nach Modell

    Eingabe, Ausgabe und Cache je Modell, dazu Denkschritte, Werkzeuge, Subagenten und Websuchen der Sitzung.

  4. 04

    Zu Listenpreisen rechnen

    Workban schätzt die Kosten zu den Listenpreisen von Anthropic und OpenAI und summiert je Aufgabe, je Projekt und je Zeitraum.

Auswerten

Was du daraus ablesen kannst.

Die Statistik von Workban stellt jeden Zeitraum neben den davor.

  • Was die erledigten Aufgaben gekostet haben, als Summe und im Schnitt pro Aufgabe
  • Den Verbrauch an dem Tag, an dem er anfiel, auch für Aufgaben, die noch laufen, und für Arbeit ohne Aufgabe
  • Welche Modelle und Werkzeuge die Agenten genutzt haben, wie viel sie nachgedacht haben, dazu Subagenten und Websuchen
  • Mit dem Projektfilter alles je Projekt
  • An jeder Aufgabe selbst, was sie gekostet hat, auch an einer, die nie fertig wird

Grenzen

Was die Zahl nicht ist.

Der Verbrauch ist gemessen, die Kosten sind eine Schätzung. Diese Grenzen solltest du kennen.

  • Abos, Rabatte und Aufpreise sind nicht eingerechnet. Mit einem Abo zeigt die Zahl, was die Arbeit zu Listenpreisen gekostet hätte
  • Gemessen wird auf dem Rechner. Sitzungen in der Cloud, etwa Codex in der Cloud, erfasst Workban nicht
  • Andere Agenten können beim Abschluss eine Token-Zahl angeben, Kosten entstehen daraus keine

Fragen

Was oft gefragt wird.

Braucht Workban Zugang zu meinem Konto bei Anthropic oder OpenAI?
Nein. Die CLI liest die Protokolle auf deinem Rechner. Workban braucht weder einen API-Schlüssel noch Zugang zur Abrechnung.
Warum weicht die Zahl von meiner Rechnung ab?
Weil Workban zu Listenpreisen rechnet, ohne Abos und Rabatte, und nur Sitzungen in Repositorys zählt, die mit Workban verbunden sind. Was ein Agent anderswo verbraucht, steht auf deiner Rechnung, aber nicht in Workban.
Liest Workban dafür unsere Gespräche mit dem Agenten?
Für die Kosten liest die CLI aus dem Protokoll Zählerstände und Angaben wie Modell und Werkzeug, keine Texte. Für die Live-Ansicht meldet sie zusätzlich eine kurze Zeile, was der Agent gerade tut, etwa einen Dateinamen, ohne Passwörter und Schlüssel.

Loslegen

Probier es mit deiner nächsten Aufgabe.

Workban ist kostenlos. Dein Workspace steht in einer Minute, und die erste Aufgabe erscheint, sobald dein Agent loslegt.