Ratgeber · Claude Code

Claude Code im Team: Wer arbeitet gerade woran?

Claude Code läuft im Terminal jedes Entwicklers. Was dort passiert, sieht der Rest des Teams nicht. Diese Anleitung zeigt, wie Claude Code seine Aufgaben selbst auf ein gemeinsames Kanban-Board schreibt, mit Status, Zeit und Kosten, ohne dass jemand etwas nachträgt.

  • Claude Code
  • 5 Schritte
  • macOS, Linux, Windows
  • Stand 30. Oktober 2026

Ausgangslage

Jede Sitzung ist für den Rest des Teams unsichtbar.

Claude Code arbeitet auf dem Rechner der Person, die es gestartet hat, mit eigenem Verlauf und eigenem Kontext. Für sie ist das praktisch. Für das Team heißt es: Niemand sonst weiß, woran die Sitzung gerade arbeitet, ob sie festhängt oder ob sie längst fertig ist.

Lassen zwei oder drei Leute mehrere Sitzungen parallel laufen, kommen die Fragen im Chat. Wer macht gerade den Login? Ist der Fix von gestern drin? Was hat das diese Woche gekostet? Ein Ticketsystem hilft nur, wenn jemand die Tickets pflegt. Genau das fällt weg, wenn ein Agent in zehn Minuten erledigt, wofür das Ticket länger bräuchte.

Der Ausweg: Claude Code übernimmt die Pflege selbst. Es legt die Aufgabe an, bevor es die erste Datei ändert, und schließt sie nach dem Commit.

Auf dem Board

Was dein Team sieht, wenn Claude Code selbst einträgt.

Eine Karte je Aufgabe, live für alle, die das Board offen haben.

  • Wer: die Person und ihr Agent, etwa „Anna · Claude Code“
  • Wo: das Projekt und der Branch, den die CLI aus Git liest
  • Der Status in vier festen Spalten: Backlog, In Arbeit, Wartet, Erledigt
  • Was die Sitzung gerade tut, etwa „Denkt“ oder „Testet“, und ob sie dich etwas fragt
  • Die Bearbeitungszeit, gemessen an den Statuswechseln, ohne Stoppuhr
  • Tokens und geschätzte KI-Kosten je Aufgabe, aus dem Protokoll der Sitzung

Im Alltag

Du sagst, was zu tun ist. Claude Code trägt den Rest ein.

Eine Regel im Repository sagt Claude Code, wann es welchen Befehl der CLI ausführt. Du arbeitest wie gewohnt.

  1. 01

    Anlegen und starten

    Bevor Claude Code die erste Datei ändert, steht die Aufgabe auf dem Board, mit dir als Person und Claude Code daneben.

    workban task create "Login-Redirect fixen" --start --agent claude-code --json

  2. 02

    Testen

    Kein eigener Befehl. Claude Code startet Tests, Lint und Typecheck wie immer, die Karte zeigt dann „Testet“.

  3. 03

    Warten, falls nötig

    Hängt die Aufgabe an einer Freigabe, geht sie auf Wartet. Die Wartezeit zählt nicht als Arbeitszeit.

    workban task move 42 on_hold --comment "Freigabe durch Design" --json

  4. 04

    Abschließen

    Nach dem Commit setzt Claude Code die Aufgabe auf Erledigt, mit einem Satz, was es getan hat, und dem Link zum Pull Request.

    workban task done 42 --comment "Redirect gefixt, PR verlinkt" --json

Mehrere Agenten

Vom Konzept zu Aufgaben, umgesetzt von mehreren Sitzungen gleichzeitig.

Claude Code kann ein ganzes Vorhaben planen und als Aufgaben ins Backlog legen. Danach arbeiten mehrere Sitzungen sie parallel ab, und das Board zeigt, welche woran sitzt.

  1. 01

    Konzept erstellen

    Lass Claude Code ein Konzept für das Vorhaben schreiben und in Aufgaben zerlegen, die sich einzeln umsetzen lassen.

  2. 02

    Als Aufgaben ablegen

    Claude Code legt jede Aufgabe mit Beschreibung im Backlog an, ohne sie zu starten.

    workban task create "Passkey-Knopf auf der Login-Seite" --assignee me --json

  3. 03

    Parallel starten

    Starte mehrere Sitzungen, am besten jede in einem eigenen Git-Worktree, damit sie sich nicht in die Quere kommen, und sag jeder, welche Aufgabe sie übernimmt: „erledige #31“.

    workban task start 31 --agent claude-code --json

  4. 04

    Auf dem Board verfolgen

    Jede Sitzung arbeitet unter ihrer eigenen Aufgabe, der Riegel zählt je Sitzung. Das Board zeigt live, welche Aufgabe schon läuft, welche testet und welche auf dich wartet, und workban task list zeigt der nächsten Sitzung, was schon vergeben ist.

Einrichten

In fünf Schritten verbunden.

Einmal pro Rechner und einmal pro Repository. Den Installationsbefehl für dein System nennt die Seite Einrichten.

  1. 01

    Workspace anlegen

    Registrieren, ohne Karte, und dem Bereich deines Teams einen Namen geben.

  2. 02

    CLI installieren

    Ein Befehl im Terminal installiert die Workban-CLI, für macOS, Linux und Windows. Node brauchst du nicht.

  3. 03

    Token erstellen

    In Workban im Benutzermenü unter Tokens einen persönlichen Zugangsschlüssel erstellen. Du siehst ihn nur einmal.

  4. 04

    Anmelden

    Die CLI meldet sich mit dem Token in deinem Namen an, einmal pro Rechner.

    workban auth login --token <token>

  5. 05

    Repository verbinden

    Im Ordner deines Projekts ausführen. Ab dann legt Claude Code seine Aufgaben selbst an.

    workban init

workban init

Was ins Repository kommt und was auf deinem Rechner bleibt.

Die Dateien im Repository committest du einmal, dann gilt der Ablauf für alle, die es klonen. Die Hooks stehen in deinen Benutzer-Einstellungen.

.workban.toml
Zu welchem Workban-Projekt das Repository gehört.
.claude/rules/workban.md
Der Ablauf: wann Claude Code eine Aufgabe anlegt, startet, auf Wartet setzt und abschließt. Claude Code lädt die Regel bei jedem Start einer Sitzung.
.claude/skills/workban/SKILL.md
Wie die Befehle der CLI gehen. Claude Code lädt den Skill erst, wenn es ihn braucht, das spart Kontext.
CLAUDE.md
Ein Verweis auf die Regel.
~/.claude/settings.json
Die Hooks: Sie sperren Änderungen ohne laufende Aufgabe, zeigen beim Start einer Sitzung, was läuft, und melden nach jeder Runde den Token-Verbrauch. In Repositorys ohne .workban.toml tun sie nichts.

Riegel

Auch der schnelle Fix zwischendurch landet auf dem Board.

Solange Claude Code keine eigene Aufgabe gestartet hat, hält Workban seine Änderungen im Repository an. Also legt es die Aufgabe an, bevor es loslegt.

  • Greift bei Edit und Write immer, bei Shell-Befehlen, sobald sie erkennbar schreiben
  • Zählt je Sitzung: Eine zweite Sitzung im selben Repository braucht ihre eigene Aufgabe
  • Ein Subagent arbeitet unter der Aufgabe der Sitzung, die ihn gestartet hat
  • Was außerhalb des Repositorys liegt, etwa /tmp, bleibt frei
  • Ist Workban nicht erreichbar, lässt der Riegel alles durch. Deine Arbeit bleibt nie stehen

Fragen

Was Teams vorher wissen wollen.

Muss ich anders mit Claude Code arbeiten?
Nein. Du gibst Aufgaben wie gewohnt, die Regel im Repository sagt Claude Code, wann es welchen Befehl ausführt. Oder du legst die Aufgabe im Board an und sagst „erledige #28“: Claude Code liest Beschreibung, Kommentare und Anhänge und startet sie.
Liest Workban unseren Code?
Nein. Workban sieht nur, was Claude Code über die CLI meldet: Titel, Beschreibung, Kommentare, Status und Branch einer Aufgabe. Für die Live-Ansicht kommt eine kurze Zeile dazu, was die Sitzung gerade tut, ohne Passwörter und Schlüssel.
Was kostet das?
Workban ist kostenlos, du registrierst dich ohne Karte. Die KI-Kosten, die das Board zeigt, schätzt Workban zu den Listenpreisen von Anthropic. Ein Abo rechnet es nicht ein, deine echte Rechnung kann also niedriger sein.
Geht das mit meinem Claude-Abo, etwa Max?
Ja. Claude Code läuft so, wie du es angemeldet hast, mit einem Abo wie Claude Pro oder Max oder mit einem API-Schlüssel. Workban braucht keinen Zugang zu deinem Konto bei Anthropic und keinen API-Schlüssel.
Was ist mit Codex und anderen Agenten?
Codex ist genauso eingebunden, über AGENTS.md und eigene Hooks. Jeder andere Agent mit Shell kann die CLI benutzen, ohne Riegel und ohne gemessene Tokens.

Loslegen

Probier es mit deiner nächsten Aufgabe.

Workban ist kostenlos. Dein Workspace steht in einer Minute, und die erste Aufgabe erscheint, sobald dein Agent loslegt.